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Seltsamste Gedanken kreisen um wirre Gefühle
ich höre Dir zu
wir reden und reden
doch das meiste bleibt unausgesprochen...

 

(Annett Louisan) 

3.9.06 23:01, kommentieren



Der Regen

In Tagen, wo ich allein im Regen stehe denke ich, das irgendjemand kommen wird. Dieses Warten ist zu einer Sucht geworden, denn mittlerweile hat mich der Regen derart ausgewaschen, das ich mich kaum noch in den Pfützen spiegeln kann. Alles reflektiert nur noch die Trostlosigkeit, die in mir ist. Mein Herz scheint bei jedem weiteren Schlag vor Anstrengung zu wimmern. Es gibt für mich nur noch ein monotones Denken – mir fehlen die Worte, um alles auszudrücken. Nur wenn ich sie sehe, wird der Sturm ruhig, lässt der Regen nach, kann ich mich gedanklich fallen lassen. Doch um es endgültig zu beenden, muß ich in der Realität leben. Das Leben bietet zu wenig Möglichkeiten, die Serie der Konjunktive versiegen zu lassen.

7.9.06 18:25, kommentieren

Zitat

When I see her eyes look into my eyes
Then I realize that she can see inside my head
So I close my eyes thinking that I could hide
Just associate so I don't have to lose my head
The situation, is to adjatation if she cut me off
Would this be an amputation?

I don't know if I care
I'm the jerk, life's not fair
Fighting all the time
This is out of line
She loves me not, loves me not!
Do you realize I won't compromise
She loves me not, loves me not!

 

(Papa Roach) 

7.9.06 18:49, kommentieren

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Nun, ein Teil meines Lebens liegt hinter mir im Licht,
Von Liebe überflutet, gesäumt von Zuversicht.
In Höhen und in Tiefen, auf manchem verschlung‘nen Pfad
Fand ich gute Gefährten und fand ich guten Rat.
Doch je teurer der Gefährte, desto bitterer der Schluß,
Daß ich den letzten Schritt des Wegs allein gehen muß.
Wie sehr wir uns auch aneinander klammern, uns bleibt nur
Die gleiche leere Bank auf einem kalten, leeren Flur.
 

(Reinhard Mey) 

11.9.06 21:40, kommentieren

Die Katastrophe - oder: Fünf Jahre danach

Ich weiß es noch wie heute – ich saß in meinem Zimmer, meine Mutter betrat den Raum und sagte: „In den USA ist ein Terroranschlag passiert.“ Ihre Stimme klang dabei merkwürdig tonlos, sodass man dem Ganzen hätte entnehmen können, das es halt „mal wieder“ ein Terroranschlag war. Ich ging ins Wohnzimmer und schaltete den Fernseher an – der Fernseher blitze auf, die große, programmanzeigende „1“ leuchtete schon und als das Bild auftauchte, fiel der zweite Turm des World Trade Centers in sich zusammen. Mit diesem Moment würde sich die Welt verändern, wie kann man nach sowas nur wieder zur Normalität zurückkehren?
Das waren die Fragen, die mich damals beschäftigten.

 

Nun, fünf Jahre danach, sind meine Fragen eher andere. Warum können so viele Leute mit dem Schlagwort „11. September“ so wenig anfangen? Es ist mir schon zu oft passiert, das in der Schule auf den 11. September zu sprechen gekommen wurde – und die Anwesenden brauchten eine Weile um den Terroranschlag an diesem Tag zu terminieren.

Damals war die Frage, ob nach so etwas jemals wieder Normalität einkehren könnte. Mittlerweile sollten wir uns fragen, ob wir nicht zu sehr in der Normalität leben.

1 Kommentar 11.9.06 21:55, kommentieren

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Das Offensichtlichste zu tun ist mitunter das Schwierigste.

14.9.06 22:28, kommentieren

Am Rande

Kann kaum noch fühlen, was auf mich wartet

Aber kann noch fühlen, wie der Schmerz gestartet

Träge und müde geht es voran

Habe noch Zeit, aber nicht mehr lang

Aber mag noch hoffen, das du irgendwann siehst

Raus aus dem Tag, während du meine Augen liest

Innerhalb dieses Teufelskreises beweg ich mich fort

Näherst dich mir, ergreifst hoffentlich das Wort

Aber nichts im Leben scheint mich retten zu können

        als die Leute, die mich schon vorher verstanden.

17.9.06 13:07, kommentieren